Was sind Faszien

Faszien sind ein Teil des Bindegewebes, welche als Fasern unseren ganzen Körper durchziehen und der Aufrechterhaltung der Körperspannung dienen. Dabei sorgen sie dafür, dass alles im Körper „an seinem Platz“ bleibt. Ähnlich einem Bundesordner mit Register, der für Ordnung des Inhaltes sorgt.

Oder wie bei einer Grapefruit. Die Faszien sind die Haut der Frucht, die das Fruchtfleisch (Muskulatur) beinhaltet und ordnet.

Grapefruit - Bilder und Stockfotos - iStock

Es gibt von aussen nach innen drei Schichten:

  • Die oberflächlichen Faszien befinden sich im Unterhautgewebe.
  • Die tiefen Faszien befinden sich im Bindegewebe, das u.a. die Knochen, Muskeln, Adern und Nerven umfasst und durchdringt. Zum Beispiel ist jeder Muskel von einer Faszienschicht umhüllt.
  • Die viszeralen Faszien umschliessen die inneren Organe, sozusagen als „Aufhängung“ und „Einbettung“.

Faszien bestehen aus mehrere Millimeter dicken Faserbündeln aus Kollagen. Dazwischen liegen die dünneren Elastin-Fasern und verschiedenen Zellen. Um die Fasern und Zellen herum befindet sich als „Schmiermittel“ Wasser, das alles geschmeidig hält.

Normalerweise sind Faszien parallel zueinander angeordnet, die einzelnen Fasern liegen separat nebeneinander – wie in einem Seil. Sie sind dicht von Rezeptoren und Nervenenden besiedelt und können so positive Empfindungen wie auch Schmerz vermitteln.

Obwohl Faszien die Muskeln umhüllen, sind sie von ihnen unabhängig und können sich eigenständig zusammenziehen, zum Beispiel als Reaktion auf Stress.

Wichtig ist das Bindegewebe auch für unsere Körperabwehr. Mittels Faszien werden Abfallstoffe transportiert, die innerhalb des Bindegewebes in die Lymphkanäle geleitet werden. Auch Immunzellen sind hier aktiv.

Da Wasser als Schmier- und Transportmittel dient ist es verständlicherweise auch enorm wichtig, dass wir genug trinken. Denn ist dem nicht so, dann verkleben die Faszien und es kann zu Schmerzen führen.