Hippo-Homo

Die gezielte Therapie für Reiter und Pferd

Was für den Menschen schon lange gilt, gilt auch für das Tier. Faszientherapie und -training kann den Beschwerden gezielt entgegenwirken. Verspannungen können sich auflösen, akute und chronische Schmerzen werden gelindert. Ein neues Gefühl von Beweglichkeit, Leichtigkeit und Stabilität entsteht.

Werden Reiter und Pferd konform ihren Beschwerden behandelt und in der Statik neu ausgerichtet und wieder zusammengeführt, verbessert sich nicht nur das körperliche Empfinden, auch die Beziehung zwischen Pferd und Reiter finden neue Wege.

Die Geschichte, welche dahinter steckt

Als Besitzerin eines Warmblutes wurde ich so vor manche Herausforderung gestellt. Eine der hartnäckigsten waren jedoch die Verspannungen und offensichtlichen Schmerzen von meiner Stute. Verschiedene Therapien haben einfach nicht dauerhaft geholfen.

Das Hinterfragen und „wissen wollen warum“ ist mir in die Wiege gelegt. Deshalb begann ich meine Stute zu beobachten. Genauso wie ich es schon jahrelang mit meinen Patienten in der Praxis tue. Auch andere Pferde habe ich beobachtet – Bewegungsmuster studiert.

Eine abnorme Bewegung ist mir aufgefallen, welche ich oft bei meinen Patienten beobachtet habe und wusste welche Faszienketten und Muskeln dabei eine Rolle spielen. Ich beschaffte mir einen Muskelatlas für Physiotherapeuten des Pferdes und begann Diesen zu studieren.

Erstaunterweise stellte ich fest, dass die Muskeln zum grössten Teil identisch sind und sogar den selben Namen tragen. Auch die Funktionen schienen dieselben zu sein. Deshalb begann ich meine Stute selbst zu behandeln. Die Behandlungstechnik musste wegen des Felles etwas angepasst werden. Und sofort konnte ich bei Ihr Reaktionen wie abschnaufen, blinzeln, zittern der Unterlippe und Vieles mehr beobachten. Auch ihr Gangbild veränderte sich und ich bemerkte beim gemeinsamen Ausritt auch, dass sich die Bewegungen geschmeidiger anfühlten.

So begann ich mich immer tiefer in die Materie einzuarbeiten. Führte auch Gespräche mit Fachpersonen und las Bücher und behandelte mein Pferd. Die Veränderung blieb nicht unbemerkt und plötzlich wurde ich gefragt ob ich nicht mal „schauen“ könnte.

Mit viel Respekt und auch etwas Herzklopfen habe ich mir auch fremde Pferde angsehen. Erstaunlicherweise hat mich noch nie ein Pferd getreten. Im Gegenteil, es gab richtig berührende Momente. Sie helfen mit und zeigen genau wo ich helfen darf. Fassungslos war ich, als ein Pferd sich eigenständig wendete und die andere Seite hingehalten hat mit einem auffordernden Blick.

Da war es natürlich naheliegend mit meinen „menschlichen“ Erfahrungen die beiden Teile zusammenzufügen. Die Beschwerden von Reiter und Pferd passen wie die Faust aufs Auge. Behandle ich beide ihren Beschwerden konform, verbessert sich nicht nur das körperliche Empfinden, auch die Beziehung zwischen Pferd und Reiter finden neue Wege.